Maca als Adaptogen – Wie Maca auf den Körper einwirkt

Maca als Adaptogen – Wie Maca auf den Körper einwirkt

Ein Adaptogen ist definiert als eine Substanz, die dem Körper bei einer Anpassungsleistung unter Stress hilfreich zur Seite steht. In der indischen Medizin sind Adaptogene auch als Rasayana bekannt. Macas Hauptwirkung ist nun genau seine Wirkung auf die Anpassung vor allem des Hormonsystems an erschwerte Bedingungen.

Maca ist eine

Macas Wirkung hat im „Lebenswillen“ der Pflanze in den unwirtlichen Höhen der Anden ihre Ursache.

So wie die Maca-Pflanze in sich Anpassungen vornimmt, um unter einem hohen Tag- und Nacht-Temperaturgefälle, großer Höhenlage, starker UV-Einstrahlung und der potentiellen Anwesenheit von Fressfeinden ein erfolgreiches Leben und eine Samenproduktion zu gewährleisten, so werden die äquivalente Anpassungsleistungen durch den Verzehr der Pflanze auch auf den Menschen übertragen. Man kann daher sagen, dass man in gewisser Hinsicht nicht nur chemische Verbindungen, sondern auch den „Lebenswillen“ des Pflanzenlebewesens verzehrt, was bei kaum einer Pflanze so deutlich sichtbar wird und so gut mit Studien belegt ist wie bei Maca.

Insbesondere bei der Libido wirkt Maca rasch

Macas aphrodisierende Wirkung ist legendär und zeigt sich nach wenigen Stunden, viele der grundsätzlicheren Wirkungen der Pflanze brauchen jedoch länger. Zu den sofortigen Wirkungen bei der ersten Einnahme gehört auch die anregende Wirkung, die sich einer Cortisolspitze verdankt, die sich jedoch langfristig hin zu einer erdenden Senkung des hormonellen Stresspegels entwickelt. Auch Macas Einfluss auf die Spermienzahl und -beweglichkeit ist bereits am selben Tag bemerkbar, während die Beihilfe zur „Einrenkung“ des weiblichen Zyklus naturgemäß mehr Zeit in Anspruch nimmt. Die Sofortwirkung bzw. der Wirkungsaufbau folgt also der einfachen Logik der organischen Abläufe. Eine vollständige Übersicht der kurzfristigen und langfristigen Wirkungen finden Sie in den beiden Beiträgen Wirkungseintritt und Langzeitwirkung dargestellt.

Die Wirkung ist abhängig von Farbe, Dosierung und Darreichungsform

Maca existiert tatsächlich in verschiedenen Farben, die alle über unterschiedliche Wirkungsschwerpunkte verfügen, einige davon exklusiv (rotes Maca etwa hat als einzige Sorte Einfluss auf die Rückbildung einer Prostata-Vergrößerung) und auch in ihren Inhaltsstoffen voneinander abweichen. Gewöhnliches am Markt erhältliches Maca-Pulver ist in der Regel eine Mischung aus allen drei bzw. vier Hauptfarben gelb, rot, lila und schwarz im ungefähren Ernteverhältnis von 51% gelb, 22% lila, 17% rot und 10% schwarz. Gerade bei gezielter therapeutischer Anwendung zu bestimmten therapeutischen Themen (z.B. für männliche Fruchtbarkeit und Potenz) ist der gezielte Einsatz einer geeigneten Farbe (in diesem Falle: sortenreines schwarzes Maca) zu empfehlen, zumal sich die Studienlage gerade in dieser Hinsicht in den letzten Jahren immer weiter und genauer ausdifferenziert.

maca-gold-standard

Eine eigene Auflistung aller Wirkungsschwerpunkte des gelben, lila, roten. schwarzen, sowie gemischten Maca-Pulvers finden Sie eigens im Abschnitt 11 tabellarisch dargestellt, und zwar geordnet nach Gold-Standard (Eines des besten Naturmittel in der jeweiligen Indikation), Silber-Standard, (Hochrangiges Naturmittel in der jeweiligen Indikation, aber alleine nicht ausreichend, sondern in Kombination) und Bronze-Standard (Nachweisliche Wirkung, die jedoch nicht primär im Vordergrund steht oder von anderen Naturmitteln übertroffen wird). Darüber hinaus finden sich die entsprechenden Hinweise auch in den verschiedenen Wirkungskapitel.

Ebenso hängt die Wirkung sowohl von der Qualität als auch von der Dosierung und der Darreichungsform im Allgemeinen ab. So ist Maca aus der in über 4100 m gelegenen Region Junín-Pasco grundsätzlich hochwertiger als Maca aus jeder anderen Region Perus, da sich bestimmte Wirkstoffe erst mit entsprechender Höhe in vollem Maße als Teil des Überlebensdrucks der Pflanze aufbauen. „Je niedriger die Anbauhöhe, desto günstiger das Maca“, gilt dabei als Faustregel. Seriöse Anbieter sollten daher sowohl Anbauhöhe als auch die genaue Anbauregion offen legen.

Hinzu kommt, dass Maca zum Einen als Rohpulver, zum Anderen als gelatiniertes Pulver sowie als konzentrierter Trocken- oder Flüssigextrakt (Tinktur) erhältlich ist, die jeweils bestimmte Indikationen und Anwendungsbereiche aufweisen und auch in der benötigten Dosierung abweichen. Welche Maca-Form bei welchen Indikationen am besten zum Einsatz kommt, finden Sie im Abschnitt 12 zur Übersicht und Orientierung aufgelistet.

[i] Meissner HO, Mrozikiewicz P, Bobkiewicz-Kozlowska T, et al. Hormone-Balancing Effect of Pre-Gelatinized Organic Maca (Lepidium peruvianum Chacon): (I) Biochemical and Pharmacodynamic Study on Maca using Clinical Laboratory Model on Ovariectomized Rats. International Journal of Biomedical Science : IJBS. 2006;2(3):260-272. PMCID: PMC3614604.

[ii] Gonzales GF, Gasco M, Córdova A, chung A, Rubio J, Villegas L. Effect of Lepidium meyenii (Maca) on spermatogenesis in male rats acutely exposed to high altitude (4340m). Journal of Endocrinology.2004;180(1):173-183. PMID: 14709147.

Rubio J, Riqueros MI, Gasco M, Yucra S, Miranda S, Gonzales GF. Lepidium meyenii (Maca) reversed the lead acetate induced damage on reproductive function in male rats. Food and Chemical Toxicology .2006;44(7): 1114-1122. PMID: 16510228.

[iii] Gonzales-Castañeda C, Gonzales GF. Hypocotyls of Lepidium meyenii (maca), a plant of the Peruvian highlands, prevent ultraviolet A-, B-, and C-induced skin damage in rats. Photodermatol Photoimmunol Photomed. 2008 Feb;24(1):24-31. doi: 10.1111/j.1600-0781.2008.00330.x. PMID: 18201354.

https://www.macapulver.org/wirkung-maca/