Maca bei Stress, Depression und Burn-Out

Fast alle Menschen sind mittlerweile übermäßig oder unnatürlich belastet und wirtschaften in der einen oder anderen Form an sich selbst und den Bedürfnissen ihres Körpers und ihrer Seele vorbei. Man spricht dabei von Stress, der in chemischer Form als hoher Cortisol-Spiegel durch die Adern rast und physiologische Veränderungen einleitet. Ist der Pegel und die Grenze der Belastbarkeit überschritten, so leitet eine dauerhafte Belastung in ein Burn-Out mit organischen Depressionssymptomen über. Insbesondere dunkle Maca-Sorten können hier Abhilfe schaffen, den hormonellen Stresspegel langfristig senken und ein Gefühl von Erdung und Lebensfreude zurückgeben – und das im Wesentlichen ohne Nebenwirkungen.[xviii]

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Die dunklen Maca-Sorten greifen bei Burn-Out unter die Arme.

Die dunklen Maca-Sorten lila (rot) und schwarz – wenn erhältlich am besten als Mischung und konzentriert – sind eine einfache naturheilkundliche Notfallration bei starken Belastungssituationen in Betracht zu ziehen, da sie eine Reihe von Wirkstoffen enthalten, die unter Stress segensreich sein können. Die grundsätzliche Eigenschaft Macas nach längerem Verzehr zur Senkung des Cortisolspiegels beizutragen wurde bereits genannt, hinzu kommen jedoch noch einige psychoaktive Bestandteile der Pflanze, die den angstlösenden und stimmungsaufhellenden Effekt der Pflanze mitbegründen, die sich vor allem auch in Form von besserem Schlaf bemerkbar macht.

Dies ist insofern von entscheidender Bedeutung, da das Schlafverhalten ist einer der stärksten Indikatoren für den psychophysischen Zustand eines Menschen ist, denn unter Stress schläft man schlecht ein, nicht durch oder wacht panisch auf. Der gestresste Mensch hat also keine Pause von seiner Überlastung, da eine chemische Veränderung des Gehirns den schlechten Schlaf erzwingt. Beobachtet man wie im Falle von Maca also eine nachweisliche Verbesserung des Schlafes, so ist dies in sich bereits ein starkes Indiz für eine positive Veränderung der Hirnchemie.[xix]

Für diese Veränderung zeichnen sich verschiedene in Maca vorhandene Wirkstoffe verantwortlich. So gelten die in schwarzem Maca in höchsten Maße enthaltenen Macamide, und zwar insbesondere das Macamid N-3-Methoxybenzyl-Linoleamid, als zugleich angstlösende und schmerzlindernde FAAH-Inhibitoren. FAAH-Inhibitoren werden in der neueren psychopharmakologischen Forschung als Hoffnungsträger für die Behandlung von Angsterkrankungen gehandelt. Sie verhindern die Neutralisation schmerzstillender und beseligender körpereigener „Drogen“, den so genannten Endocannabinoiden, die wie auch die Wirkstoffe des Cannabis an bestimmte dafür vorgesehene Rezeptoren im Gehirn andocken, so sie nicht daran gehindert werden.[xx]

Eine weitere Wirkrichtung Macas im Zusammenhang mit Burn-Out und Depression ist die Gluthation-steigernde Eigenschaft der lila MacaSorte (und nur dieser im Übrigen). Gluthation ist ein Antioxidanz, das unter anderem wichtig für den DopaminStoffwechsel ist.[xxi] Der Neurotransmitter Dopamin gehört zum körpereigenen Belohnungssystem, das in depressiven Zuständen naturgemäß gedämpft ist.

Neben dem Dopaminspiegel wurde auch der NoradrenalinSpiegel in einer chinesischen Studie an unvorhersehbar unter Druck gesetzten Mäusen, und zwar vor allem durch konzentrierten und im Falle der Studie: alkoholischen Maca-Extrakt deutlich stabilisiert.[xxii] Die Mäusegehirne wiesen dabei einen signifikant verbesserten antioxidativen Status des Gehirns auf, wenngleich die genauen Wirkstoffe noch nicht im Detail haben identifiziert werden können. In jedem Falle ist der aus dieser jüngeren Studie gewonnene Hinweis klar: eine Tinktur bzw. ein anderweitiges Konzentrat ist bei depressiven Beschwerden ratsam.

[xviii] Meissner HO, Kedzia B, Mrozikiewicz PM, Mscisz A. Short and Long-Term Physiological Responses of Male and Female Rats to Two Dietary Levels of Pre-Gelatinized Maca (Lepidium Peruvianum Chacon).International Journal of Biomedical Science : IJBS. 2006;2(1):13-28. PMCID: PMC3614567.

[xix] Zeng Y, Yang J, Du J, et al. Strategies of Functional Foods Promote Sleep in Human Being. Current Signal Transduction Therapy. 2014;9(3):148-155. doi:10.2174/1574362410666150205165504. PMCID: PMC4440346.

[xx] C. J. Fowler: The potential of inhibitors of endocannabinoid metabolism as anxiolytic and antidepressive drugs–A practical view. In: European neuropsychopharmacology : the journal of the European College of Neuropsychopharmacology. Band 25, Nummer 6, Juni 2015, S. 749–762, doi:10.1016/j.euroneuro.2015.02.005, PMID: 25791296.

[xxi] Congyang Qiu, Tonglin Zhu, Liying Lan, Qingmao Zeng, Zhiguo Du. Analysis of Maceaene and Macamide Contents of Petroleum Ether Extract of Black, Yellow, and Purple Lepidium Meyenii (Maca) and Their Antioxidant Effect on Diabetes Mellitus Rat Model. Braz. arch. biol. technol. vol.59  Curitiba  2016  Epub June 27, 2016. doi:10.1590/1678-4324-2016150462.

[xxii] Ai Z, Cheng A-F, Yu Y-T, Yu L-J, Jin W. Antidepressant-Like Behavioral, Anatomical, and Biochemical Effects of Petroleum Ether Extract from Maca (Lepidium meyenii) in Mice Exposed to Chronic Unpredictable Mild Stress. Journal of Medicinal Food. 2014;17(5):535-542. doi:10.1089/jmf.2013.2950. PMCID: PMC4025608.

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